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Loch im Deich 2002-11-13 17:04   
Polizei arbeitet mit Falschmeldungen

Von der Polizei wurde NDR-Leuten im Laufe des Tages mitgeteilt, in Laase sei ein Loch im Deich. Dazu Leonie Renk, Bewohnerin von Laase und Pfarrerin im Ruhestand: "Das ist eine Finte."
 
"Wir hatten hier gerade erst eine Flutkatastrophe, von der wir im Dorf selber betroffen waren, da werden wir wohl kaum unseren eigenen Deich zerstören". Sehr intensiv habe sie auf die Meldung hin den Deich in seiner gesamten Länge auf Schäden untersucht - und nichts gefunden. Auf diesem Weg habe sie einen Nachbarn getroffen, der ebenfalls wütend mit dem Rad im Dorf unterwegs war, auf der Suche nach dem angeblichen "Loch". "Na, da sollen doch mal die das Loch suchen, die das behauptet haben", sei sein Kommentar zu der Geschichte gewesen.
 
Dazu passen die Ungereimtheiten um den angeblichen Zwangsstopp eines ICE bei der Einfahrt nach Lüneburg unter dramatischen Umständen. Um 14.17 Uhr erreicht die Redaktion eine Pressemiteilung der Polizei, in der von einem "lebensgefährlichen" Vorfall berichtet, bei dem zwei Polizeibeamte "unter Einsatz ihres eigenen Lebens" unter wildem Winken einen normal fahrenden ICE 150 Meter vor auf den Gleisen sitzenden Demonstranten gestoppt hätten.
 
Noch um 11.20 Uhr erklärte der Pressesprecher der Deutschen Bahn, Herr Frohns, in einem Gespräch mit wendland-net, zwar von einem "Notstopp" bei Lüneburg zu wissen. Dieser sei aber aus Vorsichtserwägungen erfolgt, da auf der weiter folgenden Strecke Blockaden eingerichtet seien. Deswegen sei der ICE an einer Stelle von der Leitstelle zum Anhalten veranlasst worden, die weit entfernt von der eigentlichen Blockadestelle liegt. Von den in der Pressemitteilung der Polizei behaupteten Umständen des Stopps (akute Gefährdung von Leib und Leben, abruptes Abstoppen aus 110 km/h Fahrtgeschwindigkeit) erwähnte er allerdings nichts. Wusste er es zu diesem Zeitpunkt noch nicht? - Es fällt schwer zu glauben, dass der Pressesprecher der Deutschen Bahn über einen derart gravierenden Vorfall im Zugverkehr der Deutschen Bahn nicht sofort informiert wird.
 
Oder hat da ein Polizeibeamter geschlafen, und die vorhandene Gleisblockade nicht rechtzeitig an die DB weitergemeldet, damit sie rechtzeitig Sicherheitsmassnahmen ergreifen kann?
 
Viele Fragen - wichtige Fragen, die wir hoffentlich bald beantworten können.

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