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Castor+Gorleben

Atomkraftdebatte - wird die Entsorgung ausgeblendet?

Ein Jahr vor den nächsten Bundestagswahlen ist der Streit um die Zukunft der Atomkraft voll entbrannt. Aus Sicht der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg wird bei einer Abwägung von Kosten und Risiken der Atomkraft ein gewichtiger Faktor, die ungelöste nukleare Entsorgung, von den Lobbyisten bewusst ausgeblendet.

Befürchtet wird seitens der Gorleben-Gegner, dass es massive Abstriche in der Sicherheitsphilosophie bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle geben wird.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat für den Herbst zu einem Endlagersymposium in die Hauptstadt eingeladen, auf dem die Sicherheitskriterien für eine Endlagerung erläutert werden sollen. "

Aus den Erfahrungen in der Asse II muss unbedingt der Schluss gezogen werden, dass als Sicherheitsbarriere das Deckgebirge unverzichtbar, also eine wasserabweisende durchgehende Tonschicht vorhanden ist", fordert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Im Ersten, in Deutschland eingerichteten atomare Endlager, der Asse, dringt Wasser ein, radioaktive Lauge greift die Fässer an. Was in der ehemaligen Kaligrube bei Wolfenbüttel geschehe, dürfe sich in Gorleben nicht wiederholen, warnt die Bürgerinitiative.

Eine Einschätzungen von der BI Vorsitzenden Kerstin Rudek. Dirk Drazewski hat sie mit der Kamera vor dem Erkundungsbergwerk getroffen.


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von Dirk Drazewski, 2008-07-10 08:00
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