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Umwelt Wer trägt die Kosten für die Asse?
Binnen 24 Stunden haben mehr als 1.400 Menschen in E-Mails an die Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU verlangt, die AKW-Betreiber nicht von den Kosten für die Atommüll-Entsorgung zu befreien. Der Bundestag stimmt am Freitag über einen Antrag der Regierungskoalition ab, nach dem allein der Bund die Kosten für die Sanierung der Atommüllkippe Asse übernehmen soll. Zudem soll mit der Änderung des Atomgesetzes das bisherige Versuchsendlager ohne weitere Prüfung zum Endlager erklärt werden, hat die Mitmachkampagne .ausgestrahlt - gemeinsam gegen Atomenergie mitgeteilt. Bisher stehe im Atomgesetz, dass für die ordnungsgemäße Entsorgung zahlen muss, wer Atommüll abgeliefert hat. Der Änderungsantrag 16/16561 der Regierungsfraktionen vom 22. Januar zur Regierungsdrucksache 16/11609 sehe jedoch vor, dass die Sanierungskosten allein der Bund übernimmt. "Wieder einmal sollen also die Stromkonzerne auf Kosten der Allgemeinheit finanziell entlastet werden. Im Fall des einsturzgefährdeten Atommülllagers Asse II geht es um bis zu 2,5 Milliarden Euro", erklärte Stefan Diefenbach-Trommer. Die Novelle des Atomgesetzes wird am Freitag abschließend im Bundestag behandelt. Die Gesetzesänderung sehe zudem vor, das undichte Salzbergwerk "Asse II" ohne fachliche Prüfung seiner Eignung und ohne jede Öffentlichkeitsbeteiligung als Endlager zu legalisieren. "Nach den gerade wieder bekannt gewordenen Lecks ist dies ein Skandal", sagte Diefenbach-Trommer. Foto: Müllherkunft der im Bergwerk Asse II eingelagerten radioaktiven Stoffe / ausgestrahlt Mehr zum Thema "Asse"
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von asb, 2009-01-29 12:06 Kommentieren
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Am Freitag beschließt der Bundestag über eine Änderung des Atomgesetzes, nachdem die Sanierungskosten demnächst allein vom Bund zu tragen sind. Ausserdem soll das marode Bergwerk Asse II als Endlager legalisiert werden. Seit dem Bekanntwerden dieser Änderungsanträge rollt eine Email-Protestwelle - bis Donnerstag früh gingen über 1500 Protestmails in Berlin ein. 

