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Meinung

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Wenn einer dumm ist, dann sollte das unser Mitleid erregen. Wenn sich indes Dreistheit zur Dummheit gesellt, dann sollten wir uns in acht nehmen. Daß es Uwe Dorendorf sowie Christian Carmienke und seine Parteigenossen von der Jungen Union in Sachen historischer Bildung bestenfalls mit einem Teller Käsespätzle aufnehmen können, ist nicht das Problem.

Daß diese Knallköppe jedoch ihre eigene Unwissenheit nicht zur Kenntnis nehmen und sich statt dessen für ganz pfiffige Jungs halten, wenn sie, als NVA-Grenztruppen kostümiert, eine DDR-Fahne schwenkend und eine Mauer bauen wollend, vorm Büro der „Linken“ auftauchen, das tut richtig weh. Genausogut könnten sie in SS-Uniform, die Hakenkreuzfahne schwenkend und einen KZ-Zaun ziehend, vor dem Büro ihrer eigenen Partei ihren Unfug treiben.

Denn, liebe Junge und Alte Union: schon mal was von Kiesinger, Filbinger und Globke gehört? Schon mal daran erinnert, daß die CDU nach der Wende (die – pardon! – DDR-Bürger, nicht die CDU erkämpft haben) eine ganze Reihe von Blockflöten mal eben so samt Parteikassen eingeatmet hat? Nicht? Dann verzieht Euch, ob in Uniform oder ohne, in den nächsten Grundkurs  der Volkshochschule: Geschichte für Anfänger. 

Und Eure Häuptlingin, die allseits beliebte Frau Sandrock, nehmt gleich mit! Denn daß die zwei Tage drauf ihre Wadenbeißerchen nicht zurückruft, sondern sich hinter sie stellt und noch einen draufsetzt, ist nur noch peinlich. Denn hier wird ja nicht nur die „Linke“ diffamiert. Das Schlimmste an dieser hirnrissigen Aktion ist – natürlich ohne daß die ahnungslosen Carmienkes, Dorendorfs und Sandrocks sich dessen bewußt wären –, daß damit mal eben und mal wieder die gesamte DDR und damit alle „Ossies“ auf Mauer, Schießbefehl, Stasi und Verrat reduziert werden. Hier offenbart sich genau die Borniertheit, die diese Lokalpolitschranzen auch sonst auszeichnet.


von Karl-Heinz Farni, 2009-08-27 13:37
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keine Blindheit gegen Linksextremismus
Wenn ich schreibe, dass sich die SED nicht aufgelöst hat, so beschreibt dies lediglich einen existierenden Zustand und bewertet gerade nicht, was andere Parteien von der SED erwarteten. Deshalb kann ich dem nach Vorwürfen strotzenden „Pamphlet“ gar nicht folgen…? Aber stellt sich die SED – jetzt DieLinke in aller Konsequenz ihrer Verantwortung gegenüber den hinterlassenen Verbrechen?

Lieber „lefty“ ich habe für ihre Sorgen eben alle meine Türen geöffnet und dabei dachte ich an Fußball-Deutschland, als es hieß – zu Gast bei Freunden. Zugegeben, dieser „friedliche und auch zart stolze Patriotismus gefiel mir schon. Eine flächendeckende Betrachtung nur für den Rechtsextremismus halte ich für unverhältnismäßig. Denn der Rechts- wie auch Linksextremismus sind Feinde der Demokratie! Während oft von der „Einäugigen Blindheit der Justiz“ schwadroniert wird, sollten wir die Gefahr des Linksextremismus keinesfalls als Lächerlichkeit abwinken!

Und wir sollten uns hüten, jeden „Flachkopf“ sofort als Rechts- oder Linksextremisten aufzuwerten, ja bewusst „aufzuwerten“, denn es kommt vor, dass sie gerade erst dadurch, durch Verbote, dem neugierigen Charme des „was befindet sich dahinter“ nicht mehr widerstehen können, und uns eventuell für immer verloren gehen…

von: Andre Vogel  

schon vergessen
Die damalige SED wurde nach der Wende von den anderen Parteien aufgefordert sich nicht aufzulösen und sich der Verantwortung der Geschichte zu stellen.
Aber auch dieses wird sicherlich nach Meinung von Herrn Vogel nur "Absonderungs-Unsinn" sein.
siehe Kommentare
http://wendland-net.de/index.php/artikel/20090813/mauerbau-gedaechtnisaktion-endet-in-beinahe-schlaegerei

von: Werner Hesse  

Mal ganz ehrlich
Der Schusswechsel hat zwar durchaus seine Gründe, aber wäre es nicht wichtig (oder wichtiger?), den Blick einmal über ganz Deutschland schweifen zu lassen und zu beobachten, was gerade passiert?

Der Angriff durch Neonazis auf der DGB-Demo am 1.5.09.
Demonstrationen und "Volkstreffen" eindeutig rechtsradikal gerichteter Gruppierungen, die zugelassen werden. Für musikalische Begleitung dieser sogenannten Volkstreffen sorgen Bands wie "Landser".
Unzweifelhafte Handzeichen, die nicht bestraft werden.
Behörden stellen sich blind und stumm hierfür. Die Polizei zieht sich sogar zurück (bevor sie den kürzeren zieht).
Derzeit sind viele kleine Wölfe im Schafspelz aufgetaucht in Form von Gruppen, die -auf den ersten Blick- durchaus passable Ansichten haben, z. B. Recht, Ordnung und Tierschutz. Diese Themen dienen nur als Deckmantel für rechtsradikale Ideologien. Ihre Propaganda ist besonders auf junge Menschen ausgerichtet.

Ich weiß nicht, was mir mehr Angst macht: Der stiernackige Glatzkopf mit dem schwarzen T-Shirt, dem ich seine Meinung ansehe, oder der normale Mensch, dem ich gar nichts ansehe.
Und apropos Outfit: Warum ist es möglich, dass ein Mensch, der Hakenkreuz und Reichsadler als Tätowierung trägt, an einer (offenkundig neonazistischen) Demonstration teilnehmen darf, indem er diese Zeichen durch Pflaster abklebt? Gesinnung ist doch Gesinnung, oder was?

von: Lefty  

Nationalsozialismus-wer ist näher dran?–CDU oder SED-Diktatur
Ihr Quatsch Herr Farni, tut weh. Das Gründungsdatum der CDU erstreckt sich nun mal auf eine Zeit nach dem Ende des 2.Weltkrieges. Die Auswüchse der Mitgliedschaften von Kiesinger, Filbinger und Globke in der CDU sind schlimm genug gewesen! Das „Blockflötensyndrom“ ist nicht minder so zu sehen.

Aber: Schon vergessen? SED=PDS=PDS/Linke=PDS/Linke WASG=DieLinke !

Die SED hat sich nicht aufgelöst, daher ergibt sich aus allen Umbenennungen der Partei, bis hin zum Jetzt – eine direkte „RECHTSNACHFOLGE“ ! Das heißt ganz schlicht, das bestehende (Urteil LG Berlin AZ 9 W 3119/92), wonach die SED/PDS als Mörderbande benannt werden darf, gilt nach wie vor.

Nach all dem, was über die SED-Diktatur bekannt ist (Rote Diktatur), gesellt sich das Szenario mit „SS-Uniform tragenden und Hakenkreuzfahne schwenkenden KZ-Zaun Ziehern“ wohl doch eher wieder vor das Büro der Partei DieLinke.

Dreistheit, Dummheit und Grundkurs der Volkshochschule kommentiere ich nicht…

Nicht die Menschen in der DDR waren schlecht Herr Farni – das System war barbarisch schlecht.

von: Andre Vogel  

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