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Kino Premiere: Wilde(r)mannSo ein Tier, das frisst so viel wie's heute braucht. Mittendrin wirkt und werkelt ein störrischer, liebenswürdiger Bauer, der dieser Pespektivlosigkeit den Kampf angesagt hat und jedem zeigen will, dass es auch anders geht. Bauer Wolfgang Beuse versammelt auf seinem bisweilen chaotisch anmutenden Hof “Klein Tirol” die verschiedensten Tiere, schart um sich die unterschiedlichsten Menschen. Gemeinsam versuchen sie, vom Aussterben bedrohte Tierrassen und Harzer Kulturgut, Hirtentrachten und Lieder in eine Welt hinüberzuretten, die längst bestimmt ist von schnelllebigeren Dingen. Ein erstaunlich aktueller Film ist WILDE(R)MANN spätestens seit dem Aufkommen der Wirtschaftskrise - seitdem klar ist, dass Beuses Vermutungen über “die da oben”, die nur raffgierig immer mehr Geld anhäufen und den “kleinen Mann” unmündig werden lassen, Wirklichkeit geworden sind. Ihr eigener Blick auf diese verwunschene Welt des Bauern Beuse ist ein zurückgenommener, er passt sich dem langsamen Rhythmus der täglichen Arbeitsabläufe an - und dies erst erlaubt das Eintauchen und Begreifen dessen, was vor sich geht. Die Termine der Vorführungen sind hier zu finden. Produktion: Wendländische Filmkooperative
von gz, 2009-12-03 9:00 Kommentieren
Klasse Film
Habe den Film gerade auf Arte gesehen. Klasse!! Dass es heute noch Dokus gibt, die nicht in 2 Tagen runter gedreht werden, sondern einfühlsam und hintergründig jemanden ein ganzes Jahr begleiten - das zeigt, was es zu selten zu sehen gibt. Man erkennt Zusammenhänge. von: Flor Hoffmann [Weniger passende Kommentare] | Veranstaltungen Anzeigen ![]() |


WILDE(R)MANN ist ein moderner Heimatfilm - über eine Parallelwelt aus Natur, Berglandschaft, Harzer rotes Höhenvieh und dem, was Wildemanns Bürgermeister Schmidt “einen sterbenden Ort” nennt: Immer weniger Einwohner hat das kleine Städtchen, es gibt dort einfach keine Arbeit mehr.


Unbediengt anschauen, sehr gute Dokumentation über Sinn und Werte des Lebens.
von: Landfalke