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Rufbus zu teuer?

Jan Stehn zu dem Vorwurf, das Projekt Dannenberg/Dömitz würde sich nicht rechnen

-- Was in vielen anderen ländlichen Regionen längst zum Standard-Angebot gehört, erprobt der Landkreis Lüchow-Dannenberg nun seit drei Jahren an einer kleinen Buslinie: den Rufbus. Wer von Dannenberg nach Dömitz will, kann bei der Firma „Christ“ (Telefon: 0 58 61 - 20 48) zu täglich fünf (am Wochenende drei) Abfahrzeiten zwischen Dannenberg und Dömitz einen Bus bestellen. Die Meinungen zu dieser länderübergreifenden ÖPNV-Verbindung gehen auseinander. Was für den Fahrgast-Rat einen Erfolg darstellt, das bewerten andere als viel zu teuer. So überschrieb die „Elbe-Jeetzel-Zeitung“ ihren Artikel zur Auswertung des 3. Erprobungsjahres: „Fahrt durch Rufbus viel teurer“.

Doch bevor wir uns die Zahlen einmal genauer anschauen, ein kurzer Blick auf die Vorgeschichte – ohne die ist das ganze Projekt nicht richtig einzuschätzen. Bis 2005 wurde die Buslinie zwischen Dannenberg und Dömitz von der Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft (LVG) gefahren. In der Öffentlichkeit war diese Linie kaum bekannt, sie tauchte nicht einmal in den Fahrplaninformationen des Landkreises auf. Praktisch diente sie nur der Schülerbeförderung. Pro Jahr wurden 21 000 Kilometer gefahren, was der LVG jährliche Betriebskosten von 55 000 Euro und einen Verlust von weit über 20 000 Euro bescherte. Auf Initiative des Fahrgast-Rates startete die landkreiseigene Lüchow-Schmarsauer-Eisenbahngesellschaft (LSE) dann nach einem Jahr Stillstand Ende 2006 mit der Erprobung eines Rufbus-Angebots auf dieser Relation.

Wie haben sich nun dadurch die Kosten entwickelt? Im ersten Jahr wurden 5 500 Euro, im zweiten Jahr 6 600 Euro und jetzt, im dritten Jahr, 17 200 Euro Fahrkostenzuschuß vom Landkreis und den Städten Dannenberg und Dömitz aufgebracht. Diese Kostensteigerung hat einen erfreulichen Hintergrund: Die Fahrgastzahlen haben sich gegenüber den ersten beiden Jahren (mit 390 und 420 Fahrgästen) im dritten Jahr (960) mehr als verdoppelt.

Hintergrund: Der Fahrgast-Rat hatte eine Verbesserung des Fahrplanangebots angeregt und mit geringen Mitteln eine kreative Werbung aufgelegt. Angeboten wird jetzt eine jährliche Fahrleistung von 44 000 Kilometern, von denen ein Viertel tatsächlich gefahren wurden. Denn das ist ja der große Vorteil des Rufbusses auf nachfrageschwachen Linien: Bezahlt werden müssen nur die tatsächlichen Fahrten – überflüssige Leerfahrten entfallen und belasten weder Umwelt noch Geldbeutel.

Nichtsdestotrotz drängt sich die Frage auf: Werden die Kosten in den nächsten Jahren weiter so steigen? Da kann ich beruhigen: Erstens konnten durch eine Neuausschreibung die Betriebskosten um ein Drittel gesenkt werden, und zweitens werden die für 2010 zu erwartenden 1 500 Fahrgäste das Angebot zunehmend besser ausnutzen. Die zusätzlichen Fahrgast-Einnahmen decken fast schon die Kosten für die dafür notwendigen zusätzlichen Fahrten. Das ist nämlich der ökonomische Clou des Rufbusses: Der Start ist mit geringen Kosten möglich, bei positiver Entwicklung steigen diese dann proportional zu den Fahrgastzahlen, um sich in der dritten Phase der Entwicklung auf einem immer noch kostengünstigen Niveau zu stabilisieren.

Die PVGS, die Busgesellschaft des Altmarkkreises, hat das verstanden und in unserem Nachbarkreis ein – verglichen mit unseren wend-ländischen Verhältnissen – traumhaftes ÖPNV-Angebot realisiert: Seit Sommer 2008 wird dort eine Kombination von Hauptbuslinien und flächendeckendem Rufbusangebot gefahren, das die Menschen von jedem kleinen Ort abholt: mindestens im Zweistundentakt, von früh morgens bis abends gegen 22 Uhr. Und dies auch sonntags und an anderen schulfreien Tagen.

Ein Erfolg: Die Anmeldungen für den Rufbus sind inzwischen auf 4 000 im Monat gestiegen. Eine Rufbuszentrale ist von 6 bis 22 Uhr besetzt, nimmt die Wünsche entgegen und koordiniert den Fahrzeugeinsatz. Faszinierend ist, daß dies im wesentlichen kostenneutral bleibt: Einsparungen im Bereich der Standardlinien wurden für den Rufbus nutzbar gemacht – ein Konzept, das der Fahrgast-Rat den Verkehrsplanern in Lüchow schon seit Jahren vorschlägt.

Auch die Wirtschaft in Dömitz sieht die Attraktivität des ÖPNV: Das Dömitzer Panorama-Café und das neue Dömitzer Kaufhaus fördern die Anreise ihrer Gäste mit dem Rufbus und spendieren jedem Fahrgast eine Tasse Kaffee.

Rufbus zu teuer? Er ist auf Dauer die billigste Variante des ÖPNV, die wir kennen. Und so richtig teuer wird es erst, wenn wir blind gegenüber den Klimaschutz- und Energieprognosen weiter eingleisig nur in Straßenverkehr und Autos investieren.

Millionen für die Straße,  aber kein Geld  für die Wendlandbahn

Eine Verkehrsuntersuchung im Auftrag des Landkreises schlägt vor, mit bis zu 50 Millionen Euro die parallel zur Wendlandbahn verlaufende B 216 nach Lüneburg auszubauen. Die durchschnittliche (!!) Reisegeschwindigkeit soll von 75 auf 85 Kilometer pro Stunde hochgepusht werden!

Parallel zu dieser unfallreichen, mit LKW überlasteten Bundesstraße fährt die Wendland-bahn, fünfmal am Tag, zwischen Dannenberg und Lüneburg. Während nach der Wiedervereinigung beispielsweise die Straßenbrücke nach Dömitz neu gebaut wurde, leidet die Bahn bis heute immer noch an den Folgen der deutschen Teilung. Sie endet in Dannenberg – ehemals ein Bahnkreuzungspunkt mit Verbindungen nach Salzwedel, Uelzen und über die Elbe nach Lud-wigslust und zu den Ostseehäfen.

Hinzu kommt: Tariflich ist die Strecke geteilt – bei uns im Landkreis gilt für drei Stationen der teure „Deutsche Bahn“-Tarif, und erst ab Göhrde kann mit dem Hamburger-Verkehrs-Verbund-Tarif nach Hamburg und in das weite Umland der Metropolregion gefahren werden. 5 700 Menschen fordern mit ihrer Unterschrift eine Integration der Gesamtstrecke in den HVV – noch wird in Hannover die letzte Fahrgastzählung dazu ausgewertet.

Hauptproblem für die Attraktivität dieser Bahnverbindung aber ist die Durchschnittsreisezeit von 48 Kilometern pro Stunde bis Lüneburg – die Bahn (die in ihrer Werbung so mobil macht) ist heute langsamer als die Dampfeisenbahn vor 60 Jahren.

Doch das Wirtschaftsministerium in Hannover sieht die Voraussetzungen für eine Modernisierung der Strecke nicht erfüllt. Hannover meint sich zurücklehnen zu können, denn tatsächlich sind der Bund und die „Deutsche Bahn“ zuständig für die Schienen-Infrastruktur. Wofür die Landesnahverkehrsgesellschaft allerdings verantwortlich ist, das ist die Bestellung des Nah-verkehrsangebots.

Wenn Niedersachsens neuer Wirtschaftsminister Jörg Bode einen attraktiven Zwei-Stunden-Takt auf der Wendlandbahn bestellen ließe, dann rechnet es sich für die „Deutsche Bahn“, die rund eine halbe Million Euro zu investieren, um die Strecke (in die bereits für die Castor-Transporte zwanzig Millionen gesteckt wurden) fit für einen attraktiven Nahverkehr zu machen.

Wer sich für den Öffentlichen PNV einsetzen möchte, ist herzlich eingeladen zur Jahresversammlung des Fahrgast-Rates am Montag, dem 18. Januar, um 20 Uhr im Lüchower „Wendel“. Informationen unter 0 58 43 - 98 69 00 oder fahrgastrat.wendland@jpberlin.de

 

Nahverkehr

 

Rufbus zu teuer?

 

Jan Stehn zu dem Vorwurf, das Projekt Dannenberg/Dömitz würde sich nicht rechnen

 

Was in vielen anderen ländlichen Regionen längst zum Standard-Angebot gehört, erprobt der Landkreis Lüchow-Dannenberg nun seit drei Jahren an einer kleinen Buslinie: den Rufbus. Wer von Dannenberg nach Dömitz will, kann bei der Firma „Christ“ (Telefon: 0 58 61 - 20 48) zu täglich fünf (am Wochenende drei) Abfahrzeiten zwischen Dannenberg und Dömitz einen Bus bestellen. Die Meinungen zu dieser länderübergreifenden ÖPNV-Verbindung gehen auseinander. Was für den Fahrgast-Rat einen Erfolg darstellt, das bewerten andere als viel zu teuer. So überschrieb die „Elbe-Jeetzel-Zeitung“ ihren Artikel zur Auswertung des 3. Erprobungsjahres: „Fahrt durch Rufbus viel teurer“.

Doch bevor wir uns die Zahlen einmal genauer anschauen, ein kurzer Blick auf die Vorgeschichte – ohne die ist das ganze Projekt nicht richtig einzuschätzen. Bis 2005 wurde die Buslinie zwischen Dannenberg und Dömitz von der Ludwigsluster Verkehrsgesellschaft (LVG) gefahren. In der Öffentlichkeit war diese Linie kaum bekannt, sie tauchte nicht einmal in den Fahrplaninformationen des Landkreises auf. Praktisch diente sie nur der Schülerbeförderung. Pro Jahr wurden 21 000 Kilometer gefahren, was der LVG jährliche Betriebskosten von 55 000 Euro und einen Verlust von weit über 20 000 Euro bescherte. Auf Initiative des Fahrgast-Rates startete die landkreiseigene Lüchow-Schmarsauer-Eisenbahngesellschaft (LSE) dann nach einem Jahr Stillstand Ende 2006 mit der Erprobung eines Rufbus-Angebots auf dieser Relation.

Wie haben sich nun dadurch die Kosten entwickelt? Im ersten Jahr wurden 5 500 Euro, im zweiten Jahr 6 600 Euro und jetzt, im dritten Jahr, 17 200 Euro Fahrkostenzuschuß vom Landkreis und den Städten Dannenberg und Dömitz aufgebracht. Diese Kostensteigerung hat einen erfreulichen Hintergrund: Die Fahrgastzahlen haben sich gegenüber den ersten beiden Jahren (mit 390 und 420 Fahrgästen) im dritten Jahr (960) mehr als verdoppelt.

Hintergrund: Der Fahrgast-Rat hatte eine Verbesserung des Fahrplanangebots angeregt und mit geringen Mitteln eine kreative Werbung aufgelegt. Angeboten wird jetzt eine jährliche Fahrleistung von 44 000 Kilometern, von denen ein Viertel tatsächlich gefahren wurden. Denn das ist ja der große Vorteil des Rufbusses auf nachfrageschwachen Linien: Bezahlt werden müssen nur die tatsächlichen Fahrten – überflüssige Leerfahrten entfallen und belasten weder Umwelt noch Geldbeutel.

Nichtsdestotrotz drängt sich die Frage auf: Werden die Kosten in den nächsten Jahren weiter so steigen? Da kann ich beruhigen: Erstens konnten durch eine Neuausschreibung die Betriebskosten um ein Drittel gesenkt werden, und zweitens werden die für 2010 zu erwartenden 1 500 Fahrgäste das Angebot zunehmend besser ausnutzen. Die zusätzlichen Fahrgast-Einnahmen decken fast schon die Kosten für die dafür notwendigen zusätzlichen Fahrten. Das ist nämlich der ökonomische Clou des Rufbusses: Der Start ist mit geringen Kosten möglich, bei positiver Entwicklung steigen diese dann proportional zu den Fahrgastzahlen, um sich in der dritten Phase der Entwicklung auf einem immer noch kostengünstigen Niveau zu stabilisieren.

Die PVGS, die Busgesellschaft des Altmarkkreises, hat das verstanden und in unserem Nachbarkreis ein – verglichen mit unseren wend-ländischen Verhältnissen – traumhaftes ÖPNV-Angebot realisiert: Seit Sommer 2008 wird dort eine Kombination von Hauptbuslinien und flächendeckendem Rufbusangebot gefahren, das die Menschen von jedem kleinen Ort abholt: mindestens im Zweistundentakt, von früh morgens bis abends gegen 22 Uhr. Und dies auch sonntags und an anderen schulfreien Tagen.

Ein Erfolg: Die Anmeldungen für den Rufbus sind inzwischen auf 4 000 im Monat gestiegen. Eine Rufbuszentrale ist von 6 bis 22 Uhr besetzt, nimmt die Wünsche entgegen und koordiniert den Fahrzeugeinsatz. Faszinierend ist, daß dies im wesentlichen kostenneutral bleibt: Einsparungen im Bereich der Standardlinien wurden für den Rufbus nutzbar gemacht – ein Konzept, das der Fahrgast-Rat den Verkehrsplanern in Lüchow schon seit Jahren vorschlägt.

Auch die Wirtschaft in Dömitz sieht die Attraktivität des ÖPNV: Das Dömitzer Panorama-Café und das neue Dömitzer Kaufhaus fördern die Anreise ihrer Gäste mit dem Rufbus und spendieren jedem Fahrgast eine Tasse Kaffee.

Rufbus zu teuer? Er ist auf Dauer die billigste Variante des ÖPNV, die wir kennen. Und so richtig teuer wird es erst, wenn wir blind gegenüber den Klimaschutz- und Energieprognosen weiter eingleisig nur in Straßenverkehr und Autos investieren.

 

Millionen für die Straße,

aber kein Geld

für die Wendlandbahn

 

Eine Verkehrsuntersuchung im Auftrag des Landkreises schlägt vor, mit bis zu 50 Millionen Euro die parallel zur Wendlandbahn verlaufende B 216 nach Lüneburg auszubauen. Die durchschnittliche (!!) Reisegeschwindigkeit soll von 75 auf 85 Kilometer pro Stunde hochgepusht werden!

Parallel zu dieser unfallreichen, mit LKW überlasteten Bundesstraße fährt die Wendland-bahn, fünfmal am Tag, zwischen Dannenberg und Lüneburg. Während nach der Wiedervereinigung beispielsweise die Straßenbrücke nach Dömitz neu gebaut wurde, leidet die Bahn bis heute immer noch an den Folgen der deutschen Teilung. Sie endet in Dannenberg – ehemals ein Bahnkreuzungspunkt mit Verbindungen nach Salzwedel, Uelzen und über die Elbe nach Lud-wigslust und zu den Ostseehäfen.

Hinzu kommt: Tariflich ist die Strecke geteilt – bei uns im Landkreis gilt für drei Stationen der teure „Deutsche Bahn“-Tarif, und erst ab Göhrde kann mit dem Hamburger-Verkehrs-Verbund-Tarif nach Hamburg und in das weite Umland der Metropolregion gefahren werden. 5 700 Menschen fordern mit ihrer Unterschrift eine Integration der Gesamtstrecke in den HVV – noch wird in Hannover die letzte Fahrgastzählung dazu ausgewertet.

Hauptproblem für die Attraktivität dieser Bahnverbindung aber ist die Durchschnittsreisezeit von 48 Kilometern pro Stunde bis Lüneburg – die Bahn (die in ihrer Werbung so mobil macht) ist heute langsamer als die Dampfeisenbahn vor 60 Jahren.

Doch das Wirtschaftsministerium in Hannover sieht die Voraussetzungen für eine Modernisierung der Strecke nicht erfüllt. Hannover meint sich zurücklehnen zu können, denn tatsächlich sind der Bund und die „Deutsche Bahn“ zuständig für die Schienen-Infrastruktur. Wofür die Landesnahverkehrsgesellschaft allerdings verantwortlich ist, das ist die Bestellung des Nah-verkehrsangebots.

Wenn Niedersachsens neuer Wirtschaftsminister Jörg Bode einen attraktiven Zwei-Stunden-Takt auf der Wendlandbahn bestellen ließe, dann rechnet es sich für die „Deutsche Bahn“, die rund eine halbe Million Euro zu investieren, um die Strecke (in die bereits für die Castor-Transporte zwanzig Millionen gesteckt wurden) fit für einen attraktiven Nahverkehr zu machen.

Wer sich für den Öffentlichen PNV einsetzen möchte, ist herzlich eingeladen zur Jahresversammlung des Fahrgast-Rates am Montag, dem 18. Januar, um 20 Uhr im Lüchower „Wendel“. Informationen unter 0 58 43 - 98 69 00 oder fahrgastrat.wendland@jpberlin.de


von zero, 2010-01-05 18:22
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Natürlich im grünen Wohnen!
@Streckenwärter:
Ich bin einer von den Pendlern (oder deiner Meinung nach 'Heuschrecken') die Du so gerne an den Arbeitsort abschieben möchtest. Ich zahle also hier in DAN Steuern und gebe jenes Geld in DAN aus welches ich in HH verdient habe, genau so wie viele andere Leute denen ich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit begegne. Bitte erkläre mir mal wie du dein gutes, flexibles Bussystem finanzieren willst wenn die ganzen Pendler weg sind? Und erkläre mir einmal wofür es dann noch nötig ist, wer soll es denn nutzen? Schülerverkehr? Welche Schüler, viele sind mit ihren pendelnden Eltern ja auf dein Geheiß weggezogen? Arbeitnehmer? Etwa die paar Leute die bei SKF, Conti usw im Schichtbetrieb arbeiten?
Übrigens hat niemand etwas von einer Stunde Fahrzeit nach HH geschrieben, es war von der Fahrzeit nach LG die Rede. Und die war schon einmal unter einer Stunde - zu Zeiten als auf der Strecke noch Dampfzüge fuhren. Ist also überhaupt nicht so unrealistisch wie du es darstellst.
@Der Weitsichtige:
Damit deine Nachkommen in 100 Jahren Dich nicht verdammen wollen wir einmal hoffen daß Du Dich mit Deinen Ideen von einer IC-Strecke und einem Autobahnkreuz im Landkreis nicht durchsetzt. Natürlich muß die Verkehrsanbindung von DAN in alle Richtungen verbessert werden, per Strasse und per Schiene. Aber bitte nicht mit den größenwahnsinnigen Fehlern die in der Vergangenheit anderswo gemacht wurden. So wie es eine gute Idee ist, sanften Tourismus zu uns zu holen muß es auch möglich sein diese Touristen 'sanft' hierher- und wieder zurück zu bringen. Hoffen wir einmal daß das klappt, Ansätze kann man ja schon erkennen.

von: Wendlander  

Eisenbahn und Autobahn = Fortschritt für Lüchow-Dannenberg!!!
Der "Dannenberger" hat recht, Eisenbahn und Straße (auch gerade Autobahnen!!) dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Für eine positive Entwicklung unserer Heimat benötigen wir beide Verkehrsträger sehr dringend! Wir brauchen einen Anschluss an das Fernverkehrsnetz der Eisenbahn. "Bummel-Züge zwischen Lüneburg-Dannenberg-Lüchow-Salzwedel bringen nicht viel. Es muss so etwas wie der Metronom zwischen Hannover-Uelzen-Lüneburg-Hamburg her!! Oder eine IC- (nicht ICE) Anbindung.

Außerdem bin ich großer Anhänger des X. Es ist extrem bedauerlich, dass diese innovative Autobahn-Variante leider nicht realisiert werden wird!!! Dieses wäre auch ein super Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung. Trotzdem muss ein guter Autobahnanschluss für Lüchow-Dannenberg her. Da reicht eine Auffahrt in Uelzen oder Lüneburg nicht aus!

Über das Lüchow-Dannenberger Kreisgebiet muss eine Autobahn, mit mehreren Auf- und Abfahrten, gebaut werden. Der Landkreis ist meine Heimat. Meine Familie wohnt bereits 400 Jahre im Kreisgebiet. Ich wünsche mir, dass auch meine Nachkommen noch in hunderten von Jahren hier leben können. Deswegen brauchen wir diese Verkehrsanbindungen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist neben vielen weiteren wichtigen Themen (z.B. Umweltschutz!!) sehr wichtig. Irgendwie muss der ganze Spass ja finanziert werden!!!

von: Der Weitsichtige  

Im grünen Wohnen?
@Dannenberger: in einer Stunde von Dan nach HH ? Willst Du auch noch einen Flughafen gebaut bekommen damit Du im grünen wohnen kannst?
In HH viel verdienen und in DAN billig wohnen.(Uraltes Autobahn Argument). Das ist doch genau die vorgestrige Heushreckenanspruchshaltung die uns die ganze globale Katastrophe eingebrockt hat.
Und die Menschen an den "ertüchtigten" Trassen haben für den partiellen Vorteil einiger einen ständigen Nachteil:
Was Du nicht willst das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu!
Wir können uns nicht noch mehr Verkehr leisten. Die Umweltbilanz der Bahn ist nur bei hoher Auslastung besser als beim PKW und dann immer noch schlecht.
Ein gutes Bussystem ist erheblich flexibler als die starre Bahn mit kaum noch Haltestellen und ist bei entsprechender Auslastung auch nicht umweltschädlicher als die Bahn.
Wer in HH arbeitet, sollte dort wohnen von wo er seine Arbeitsstätte mit schon bestehendem ÖPNV erreichen kann. Noch besser mit dem Rad oder zu Fuß.

von: Streckenwärter  

Höhere Geschwindigkeit?
Nichts gegen einen zwei Stunden Takt,- mehr wirds, wg. der Eingleisigkeit wohl nicht werden. Aber höhere Geschwindigkeit heißt fast zwangsläufig weniger Haltepunkte, d.h die Attraktivität der Bahn, gerade in kleinen Orten dann ohne Bahnhof, sinkt. Dafür wirds öfter lauter an der Strecke- wer weiß, wie viele streitlustige Wendländer was dagegen hätten? Ansonsten brauchen wir eine Landstraßenmaut gegen den Transitverkehr (und vielleicht auch die eine oder andere Kontrolle am eigentlich LKW-freien Sonntag!) und überhaupt ein Verkehrskonzept, welches diesen Namen verdient.

von: Stefan Buchenau  

Eisenbahn und Autobahn wichtig!!!
Man sollte nicht die Eisenbahn gegen die Autobahn ausspielen!
Beide Verkehrsträger sind wichtig und beide müssen zwischen LG und DAN verbessert werden.
Den KFZ-Verkehr wird man nicht 100 % durch die Eisenbahn ersetzen können, den die flexibilität die das KFZ hat, für die Wirtschaft und die "Normal"-Bürger, wird die Eisenbahn nie erreichen können. Ein Grund ist zum Beispiel, dass nicht jeder Ort zwischen LG und DAN einen Bahnhof hat.
Trotzdem muss auch die KBS 112 (DAN-LG) verbessert werden! Ein 2-Stunden-Takt und damit eine Reduzierung der Fahrtzeit auf 45 Minuten wäre sinnvoll.
Wenn man es hinbekommen könnte die Verkehrswege so zu verbessern, dass man innerhalb einer ca. Stunde in Hamburg seien könnte, wäre zum Beispiel Lüchow-Dannenberg eine attraktiver Wohnort (niedrige Wohnkosten) für Menschen die in Hamburg arbeiten! Die Einwohnerzahl könnte vielleicht sogar gesteigert werden!?

von: Dannenberger  

Durchschnittlich 75km/h auf der B216?
Die B216 per Ausbau beschleunigen?
Blödsinn - da kommt man heute mit Glück auf einen Durchschnitt von 65km/h. Wo soll man bei den vielen LKWs die da rumzockeln und den langen 70km/h-Zonen auch schneller fahren?
Der Ausbau der Strasse ist Quatsch, es würde schon genügen sie für LKW mautpflichtig zu machen. Schon wären die ganzen Transitlaster wieder auf der Autobahn (oder Eisenbahn, wo sie eher hingehören), es gäbe weniger Unfälle wegen riskanten Überholmanövern und es gäbe weniger Schäden an Strasse und anliegenden Häusern.
Die immer noch aufkommenden Mauteinnahmen könnte man ja verwenden um die halbe Million für die Wendlandbahn zu finanzieren. Würde die dann öfter und mit besserem Anschluß in LG nach HH fahren, könnte ich mir auch vorstellen vom Auto auf die Bahn umzusteigen...
Aber bitte nicht elektrifizieren - damit die Wendlandbahn auch im Winter fährt!

von: Wendlander  

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