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Die Zero-Tipps für März - skurrile Anklagen, Lesungen und Krisenlieder

Wenn auch nicht so üppig wie im Sommer, so bietet doch auch der März wieder einiges an Kulturprogramm: ob Bogenschieß-Seminar, Konzerte, Lesungen oder ein Vortrag über die skurrilsten Anklagen im Zusammenhang mit den Castortransporten ... es gibt wieder einige interessante Termine in diesem Monat.

Pfeil und Bogen

Seit zehn Jahren veranstaltet Hermann Holsten aus Hitzacker unter dem Logo „Archaeo“ Seminare im traditionellen Bogenschießen. In diesem Jahr plant der studierte Archäologe nun einen ganz neuen Kurs: „Die Pfeil & Bogen Schule 2010“. Sie richtet sich besonders an eine kleine Gruppe von Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die sich von Mai bis November einmal wöchentlich in der Nähe von Hitzacker treffen.

In diesem Langzeitseminar lernen und erleben die Teilnehmer Training der körperlichen und geistigen Kompetenzen, Vertrauen in sich und andere gewinnen, mit Freude die freie Natur genießen und respektieren, Atmen- und Sehenlernen, Pfeil-, Sehnen- und Köcherbau, Kanufahren, Bogenturnier, eine Nacht im Wald verbringen und zum Abschluß, sich selbst einen Bogen zu bauen. Die gesamte Ausrüstung wird gestellt.

Information: 0 58 62 - 51 91.

 

Frau und Buch

Heute sind Frauen leidenschaftliche Leserinnen. Doch erst im 18. Jahrhundert erstritten sie sich den Zugang zu privater Lektüre. Seitdem ist die Beziehung zwischen Frau und Buch eine der stabilsten der Geschichte. Maler wie Rembrandt und Renoir, aber auch Magritte und Picasso haben das Motiv benutzt. Sie alle haben Frauen beim Lesen gemalt. „Als eine Frau lesen lernte, trat die Frauenfrage in die Welt“, sagte Marie von Ebner-Eschenbach.

Der Literaturkreis Hitzacker stellt Bilder von lesenden Frauen vor und verbindet diese mit literarischen Texten. Anschließend wird Gelegenheit zu Austausch und Gespräch sein. Eine Buchausstellung zum Thema und ein kleines Buffet werden die Veranstaltung abrunden. „Lesende Frauen in der Kunst“ – Bilder und Texte finden zueinander: ein Programm des Literaturkreises Hitzacker am Freitag, dem 12. März, um 19 Uhr in der der Nicolas-Born-Bibliothek, Hitzacker (im Rathaus). Weitere Informationen unter 0 58 62 - 98 55 46.

 

Schwestern im Märchen

Von schwesterlichen Beziehungen im Märchen erzählt Inka Dickhoven (Foto) am Sonntag, dem 14. März, um 15 Uhr in der Villa Wendland (Güstritz, Schwarzer Weg 2, 0 58 43 - 97 20 55). Dabei sollen Märchen aus dem Schatz der Völker wieder lebendig werden und ihren Zauber und Humor entfalten.

 

Kraft der Krise

--Die Lebenskrise in Wort und Ton für Krisenerfahrene und Neueinsteiger, erläutert und bearbeitet von Michael Trepte (Sprache, Gesang, Saxophon und Gitarre), begleitet von Johannes Gerber (Percussion). „Was werd ich mich fragen, dann im Leichenwagen...“ Mit Selbstvertontem, Selbstgetextetem, deutschen Volksliedern von Eichendorff bis Brecht, mit Blues und Popsongs wird die Kraft der Krise beschworen – ernsthaft, lustig, ergebnisoffen, nachhaltig! Am Freitag, dem 19. März, um 20 Uhr im Clenzer „Culturladen“.

 

Skurrile Anklagen

Vom durchgeknallten Staatsanwalt und Stilblüten handelt eine Lesung am Freitag, dem 19. März, um 19.30 Uhr im Dannenberger „Sprechzimmer“. Die Polizei handelt während der Castortransporte oft gewalttätig, rechtswidrig und manchmal einfach nur dämlich. Der Strafverteidiger Martin Lemke aus Hamburg wird die skurrilsten Strafanzeigen und Anklageschriften sowie die Erwiderungen der Verteidigung vortragen.

Die im Wendland eingesetzten Polizeibeamten sind leicht kränkbar, schnell beleidigt und immer im Recht. Eine ungute Kombination, wenn mensch ihnen als CastorgegnerIn auf der Straße, im Wald oder auf der Schiene begegnet.

Es wird die Rede sein von fliegenden Eiern, die nicht landen, Polizisten, die nichts verstehen und sich doch beleidigt fühlen, zugeparkten Polizeiautos und staatlichen Strafverfolgern oder, wie es das Bundesverfassungsgericht formulierte: „Der Bezeichnung durchgeknallter Staatsanwalt kann nicht jeglicher Sachbezug abgesprochen werden (Az. 1 BvR2272/04 vom 12. Mai 2009). Der Eintritt ist frei. Um Spenden für den Ermittlungsausschuß wird gebeten.

 

Vorschau April:

Die samtweiche Tenorstimme des Björn Casapietra begeistert Jung und Alt und Klassikfans ebenso wie Freunde romanticher Lieder. Am Freitag, dem 9. April, um 20 Uhr gastiert er im Kulturhaus Salzwedel mit seinem Programm „Celtic Prayer – die geheimnisvollsten Liebeslieder der Welt“.

Vorverkauf: Tourist-Information Salzwedel, 0 39 01 - 42 24 38, Altmark-Zeitung, Volksstimme und Elbe-Jeetzel-Zeitung.


von asb, 2010-03-05 14:20
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