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Elbbrücke Neu Darchau: Gegner weiter aktiv

Mögliche Klagepunkte gegen den geplanten Bau der Elbbrücke bei Neu Darchau und weitere Aktivitäten zur Aufklärung über die Folgen eines solchen Brückenbaus bestimmten den Inhalt der Diskussionen des jüngsten Treffens der Bürgerinitiative „Ja zur Fähre - Nein zur Brücke“ in Neu Darchau am vergangenen Montag.


-- „Die Landesregierung um Ministerpräsidenten Wulff in Zusammenarbeit mit dem sozialdemokratischen Landrat Nahrstedt aus Lüneburg stricken weiter mehr oder weniger verdeckt an der Brückenplanung. Wir Brückengegner gehen weiter in die Öffentlichkeit um zu verdeutlichen: Es geht um den Erhalt und die Förderung des „grünen Bandes“ unserer Elbtalaue. Die Brücke stört die natürlichen und touristischen Potentiale unserer Region, und zwar auf beiden Seiten der Elbe, also auch im lüneburgischen Amt Neuhaus!“, stellte zu Beginn der Versammlung Ulli Stang, Sprecher der BI und bisher auch einer der Sprecher der Klägergemeinschaft gegen den Brückenbau fest.

Stang erinnerte daran, dass die Kläger bis vor dem Bundesverwaltungsgericht erfolgreich gegen die Brückenplanung geklagt hatten und es daher zur Zeit keine demokratisch legitimierte Grundlage einer konkreten Brückenplanung gebe, insbesondere kein neues Planfeststellungsverfahren. „Klammheimlich und halboffiziell arbeitet Lüneburg aber an den Plänen weiter und es sickern Planungsdetails durch“, so Stang. So würden so genannte Umweltverträglichkeitsprüfungen vorgenommen, aus denen schon zitiert würde, dass im Untersuchungsgebiet für den Brückenbau etwa der außerordentlich geschützte Wachtelkönig mit mehreren Brutpaaren brüte. „Die Brücke und ihre Anbindungsstraßen werden mitten im Biosphärenreservat und dessen hochgeschützten C-Gebiet, mitten durch das streng nach europäischem Recht geschützte FFH-Gebiet geplant. Da reicht bereits ein Wachtelkönig-Paar um Nein zur Brücke zu sagen, auch durch Gerichte!“ , stellte Stang fest.

Auseinandersetzungen um den Naturschutz

Nach kürzlich stattgefundenen Beratungen mit dem Anwalt der BI sei daher klar, dass der Schwerpunkt künftiger Auseinandersetzungen gegen die Planung im Naturschutz liege. Hier hätten die großen Naturschutzverbände wie der Nabu und der BUND aussichtsreiche Verbandsklagemöglichkeiten.

Mehrfach wurde aus der Versammlung der Verdacht geäußert, dass Lüneburg so tue, als plane man eine so genannte Umgehungstrasse um den Ort Neu Darchau, im Wissen darum, dass dieser Straße der Naturschutz entgegenstehe. In Wirklichkeit wolle man aber die Brückentrasse wieder mitten durch Neu Darchau legen, obwohl schon 2004 bei einer offiziellen Bürgerbefragung sich 84 Prozent der Stimmen der Neu Darchauer gegen diese Ortsdurchfahrt entschieden hatten.

Verständnis äußerte das BI-Treffen für die Neuhäuser, die täglich mit der Fähre „Tanja“ über die Elbe setzen müssten. „Wenn Lüneburg wirklich Verkehrserleichterungen für die Neuhäuser erreichen will, dann muss es Finanzhilfen für diese Neuhäuser bei Benutzung der Fähre geben“, hieß es. Der Baubeginn der Brücke ist aus Lüneburg für 2015 vorgesehen. „So lange werden die Neuhäuser geradezu in Geiselhaft gehalten“, spitzte ein Versammlungsteilnehmer die Beurteilung zu. Auch die selbsternannten Brückenbefürworter, die Unterschriften für den Bau sammelten, müssten sich daher ehrlicherweise für die Bezuschussung der Fähre durch Lüneburg einsetzen. Es sei ein Unding, dauernd die Brücke zu fordern, aber nunmehr schon seit 20 Jahren keine finanziellen Mobilitätshilfen für die Neuhäuser zu geben. Dabei sei bekannt, dass die Gemeinde Neu Darchau hier Zusammenarbeit angeboten habe.

Um ihre Argumente gegen die Brücke und für die Fähre weiter in die Öffentlichkeit zu tragen, wurde beschlossen, sich mit einem Informationsstand am im Juni in Hitzacker stattfindenden Elbekirchentag zu beteiligen. Diese Kirchenveranstaltung habe in ihrer Einladung formuliert, dass „der Elbekirchentag wieder Menschen zusammenführen soll, die sich für den Erhalt der einzigartigen Flusslandschaft Elbe einsetzen“. In diesem Sinne agiere auch die Bürgerinitiative „Ja zur Fähre-Nein zur Brücke!“.

Foto: Andreas Conradt / Fähre Tanja im Winter


von Andreas Conradt, 2010-04-22 15:27
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Erwin weiß Bescheid...
Aber sonst geht`s noch Erwin... Geh Du doch nach Sibirien und lass die schöne Natur hier sein wie sie ist... Warum soll eine 50 Mio-Brücke für 5000 Einwohner gebaut werden? Ich denke es gibt wichtigere Dinge in beiden Landkreisen, als das Geld so zu verpulvern! Und Erwin, ich bitte Dich mal drüber nachzudenken, was Deine Meinung wäre, wohntest Du auf der anderen Seite...... dann wäre Dir die Brücke Schitt egol!

von: Sven Meier  

ohne Worte
Clap!

von: Rennschnecke  

"Geht doch in die Ostzone"
mussten wir uns Ende der 60er allzu oft bei Demos von so genannten braven Bürgern anhören. Die gleiche "Qualität" hat Erwins Rat, "nach Sibirien" auszuwandern. Und das gleiche Niveau hat die Frage nach der "Krankheit" der Brückenkritiker. Klar: "Willst Du nicht meiner Meinung sein - dann musst du in die Klappse rein". Irgendwo solls noch Staaten geben, da wird das praktiziert! Wie wär's Erwin? Informieren Sie sich doch mal im Reisebüro!

von: T. Settembrini  

brücke in neu darchau
wie krank sind diese brückengegner eigendlich .sollen sie doch nach sibierien auswandern da können sie dann birken schützen.mir jedenfalls als jemand der auf diese verbindung angewiesen ist geht das auf den geist so ein wachtelkönig gelaber.ein ganz klares ja zur brücke.

von: erwin  

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