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Neue Blitzsäulen und mobiles Tempo-Messgerät

Noch bevor das Kind "in den Brunnen gefallen" - besser gesagt: überfahren worden - ist, will der Landkreis die Schnellfahrer in Schaafhausen bremsen und hat deshalb vor wenigen Tagen im Ort an der Bundesstraße eine "Blitzsäule" aufstellen lassen. Erste Bremsspuren vor der Tempo-Messanlage zeugen davon, dass Schnellfahrer von dem Gerät "überrascht" worden sind.

--In den Reihen Schaafhausener Bürgerinnen und Bürger wird es begrüßt, dass die B 248 dort nicht erst zum "Unfallschwerpunkt" werden musste - etwa durch verletzte oder tot gefahrene Fußgänger -, ehe der Blitzer installiert wurde. Denn: Sehr wohl wird die Ortsdurchfahrt in Schaafhausen seitens der Bevölkerung als Gefahrenschwerpunkt betrachtet. Laut geworden war dies besonders im Rahmen eines Bürgertreffens, zu dem die Dannenberger CDU-Stadtratsfraktion im Februar nach Schaafhausen eingeladen hatte.

Bürgerinnen und Bürger betonten dort unter anderem, dass es den Kindern kaum mehr möglich sei, gefahrlos die Bundesstraße zu überqueren - wegen der vielen Raser, die durch das Dorf brausen.

Bürger skeptisch in puncto Lastwagen-Lärm

"Wir sind froh, dass der Landkreis mit der Blitzsäule einen ersten Schritt in puncto Verkehrssicherheit hier getan hat", erklärte der Schaafhausener Rüdiger Grote auf Anfrage von wnet zur Installation der Geschwindigkeits-Messanlage. Grote hatte bei der Versammlung im Februar als Sprecher der Bürgerinnen und Bürger deren Unmut über die Raserei und über den Lastwagen-Lärm auf der B 248 zusammengefasst und vorgetragen. Skeptisch allerdings, so Grote, sei man im Dorf, was den Lkw-Krach angeht. Die neue Säule werde auch die Lastwagenfahrer zum Tempodrosseln veranlassen, aber: "der Geräuschpegel wird wohl bleiben". Am liebsten wäre den Schaafhausenern eine Umgehungsstraße als Lösung des Lkw-Problems.

Auch Prisser bekommt einen Blitzer

Beim Februar-Treffen in Schaafhausen waren auch Bürger aus Prisser zu Wort gekommen: Auch sie möchten nicht, dass ihr Ort erst zum Unfallschwerpunkt wird, ehe dort etwas gegen die Raser unternommen wird, und auch sie sehen die Ortsdurchfahrt durchaus als Gefahrenschwerpunkt - vor allem angesichts der Grundschule, die unmittelbar an der Bundesstraße liegt. Der Landkreis hat die Wünsche der Bürger ernst genommen und respektiert: Auch in Prisser wird eine Blitzsäule aufgestellt.

Radler begrüßen die Säule in Seybruch

Weitere Blitzanlagen hat der Landkreis unlängst an der B 248 bei Saaße und in Lübbow installiert. Bereits "vertraut" sind den Autofahrer die Blitzer in Karwitz, Riskau, Bergen und bei Spithal sowie in Seybruch. Dort steht nun seit etwa einem Jahr ein solches Gerät. Es wird von Anwohnern begrüßt, die oft nicht ohne Gefährdung durch Raser von ihren Grundstücken auf die Bundesstraße fahren konnten, und auch von Radlern: Viele von ihnen nutzen gern den Verbindungsweg in Richtung Splietau zur Landesstraße zwischen Dannenberg und Gartow und müssen dazu die Bundesstraße bei Seybruch überqueren.

Mobile Messungen an Gefahrenschwerpunkten

Der Landkreis hat nicht nur neue Blitzsäulen angeschafft, sondern auch ein mobiles Tempo-Messgerät. Mit ihm können Mitarbeiter der Kreisverwaltung nun auch - wie die Polizei - mal hier mal dort Autofahrer blitzen, die sich nicht an die Temporegeln halten. An Gefahrenschwerpunkten soll dies geschehen, so war aus dem Kreishaus zu hören.

Foto: Die neue Blitzsäule in Schaafhausen


von Hagen Jung , 2010-07-30 11:29
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Daß die Heizer von den Blitzkästen genervt sind...
...war ja zu erwarten.
@dasRoger: Du scheinst ja einer von den allmorgendlichen Tieffliegern auf den Ausfallstraßen aus dem Landkreis zu sein. Ich meine diese Leute, die scheinbar durch Kuppen und um Kurven sehen können, aber nicht wissen was diese Schilder mit der 50 oder 70 drauf bedeuten. Aber hier jetzt auch noch von Horrormeldungen zu schreiben und "Hochgeschwindigkeitsstrassen" zu fordern ist wirklich unterirdisch...
Blitzanlagen sind kein Verkehrshindernis - als "normal" fahrender Pendler nach Hamburg hab ich kein Problem mit den Dingern, mich nerven viel mehr die Konvoi fahrenden Containerlaster mit 5m "Sicherheitsabstand" untereinander.

von: Wendlander  

Was keiner hören will...
Moin... nun hat auch der Landkreis endlich kapiert wie man sich auf Kosten anderer den Haushalt saniert. Hoffen wir mal das nicht bald jedes Dorf so ein Ding stehen hat für mich ist das wahre Abzocke und nix anderes.

Arbeitnehmern die einen längeren Fahrweg zur Arbeit haben dreht sich bei diesen Horrormeldungen einfach nur der Magen um, bei Kilometerleistungen weit über der 50000 Kilometermarke ist jedes Verkehrshindernis einfach eine Zumutung ,Abhilfe würde natürlich der Ausbau von Hochgeschwindigkeitsstrassen schaffen damit das getuckere nach Lüneburg , Salzwedel und Uelzen endlich der Vergangenheit angehört und damit nicht noch mehr Jugendliche diese Gegend verlassen.

Ansonsten haben wir hier bald einen Mix aus Altersheim, Geisterdörfer, Verfall und einer Harz4 Hochburg aber manche sind ihrem Ökowahn so verfallen das sie davor die Augen verschließen...

von: dasRoger  

Dann muss der Landkreis ...
... auf einen Beitrag von mir leider verzichten, ich fahr vorschriftsmäßig! :-D

von: Rennschnecke  

Sanierungskonzept geht auf
Auch in Saaße und Lübbow hat der Landkreis in dieser Woche derartige Gelddruckmaschinen aufstellen lassen. Bei dem Tempo, mit dem die Blitzer nachwachsen, wird der Landkreis bald saniert sein!

von: Mad Driver  

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