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Umwelt

Sprötze: Angeblich Bekennerschreiben aufgetaucht

Auf der amerikanischen Internet-Plattform "Bite Back Magazine" tauchte am Wochenende ein Schreiben auf, in dem Tierschützer deutlich Sympathie für den Brandanschlag in Sprötze äußern. Für einige Medien reichte dies, von einem Bekennerschreiben zu sprechen. Die Polizei geht allerdings von einer reinen Sympathiebekundung aus - und ermittelt weiterhin in alle Richtungen.

 

--Auf dem "Bite Back Magazine" ist das Schreiben nur als "anonym" gekennzeichnet. Nach einer Beschreibung des Brandanschlags folgt eine längere Passage über die Behandlung von "nichtmenschlichen Tieren" in Mastanlagen und die Folgen für die Umwelt. Zur Begründung des Brandanschlags wird angeführt: "Die Aktion wurde durchgeführt um direkt Leben zu retten, da alle vorher argumentativ geführten Auseinandersetzungen gescheitert sind. ... Alle Versuche die Mastanlage wieder aufzubauen um Profit auf Kosten von Individuen zu machen werden wir zu verhindern wissen! Solange nichtmenschliche Tiere der Herrschaft der Menschen unterworfen sind, bleiben sämtliche Tierausbeutungsbetriebe Ziele solcher und ähnlicher Aktionen. Auch sollte diese Aktion zeigen, dass Tierausbeutung direkt angegangen werden kann." Weiter heißt es in dem Schreiben: "Wir möchten jeden dazu ermutigen für die Befreiung aller Individuen von jeglicher Form der Herrschaft auf seine/ihre Weise zu kämpfen. Für die Freiheit aller Tiere!"

An keiner Stelle des Schreibens bekennt sich die bisher anonym gebliebene Gruppe zu der Brandststiftung auf die Sprötzer Mastanlage.  Auch ist es uns nicht gelungen, eine eindeutige Verbindung zur "Animation Liberation Front" herzustellen, die ebenfalls verschiedene Medien  gesehen haben wollen. Auf der Website der A.L.F. ist lediglich ebenfalls das bereits auf Bite Back Magazine erschienene "Communique" veröffentlicht worden - auch hier als anonyme Einsendung.

Polizeipressesprecher Krüger von der Polizeidirektion Buchholz geht nicht von einem "Bekennerschreiben" aus, sondern lediglich von einer "Sympathiebekundung". Warum Hamburger und Hannoveraner Medien konkret von einem Bekennerschreiben ausgehen mochte der Pressesprecher nicht kommentieren. "Wir ermitteln weiterhin in alle Richtungen, da bis heute keine konkreten Beweise gefunden wurden, die eindeutig Tierschützer als Verursacher des Brandes identifizieren würden. "

Aus diesem Grunde hat die Polizeidirektion Lüneburg 5000,-- Euro für Hinweise ausgelobt, die zur rechtskräftigen Verurteilung des oder der Täter führen.

Dieser Auslobung hat sich das Niedersächsische Landvolk, Kreisverband Lüneburger Heide e.V. mit weiteren 5000,- EUR, sowie der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft mit 10.000,-EUR angeschlossen. Ferner wurden von anderer Seite weitere 1000,-EUR ausgelobt.

Die Polizei verspricht sich dadurch einen erheblichen Fortschritt bei ihren Ermittlungen. Hinweise sind bitte an die Polizeiinspektion Harburg - Zentraler Kriminaldienst - unter der Rufnummer 04181/285-2215, zu richten. Hier ist eine Erreichbarkeit rund um die Uhr gewährleistet.

Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen bestimmt, die nicht an der Straftat beteiligt und keine Amtsträger sind, zu deren Berufspflichten die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört. Die Entscheidung über Zuerkennung und Verteilung der Belohnung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

Foto: Polizei Harburg

 


von Angelika Blank , 2010-08-09 13:01
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Die Hühner werden quälerisch
auf engstem Raum eingesperrt und schließlich nach etwa fünf Wochen Lebenszeit in den Tod geschickt. Zu diesem Zeitpunkt kann ihr Körper das angefressene Gewicht kaum noch tragen, denn ihnen wurde das Sättigungszentrum im Gehirn weggezüchtet, sie fressen bis der Körper es nicht mehr verkraftet. Beine knicken weg, Bewegungen sind kaum noch möglich. Die Masthühner werden dann in Kisten in LKWs gepfercht und nach zum Teil stundenlangen Fahrten und Wartezeiten schließlich im Akkord in Großschlachthöfen umgebracht. Die Tiere können sich aber nicht nur deshalb kaum bewegen, weil sie als Qualzucht kaum noch zu vernünftigen Bewegungen in der Lage sind, sie haben in den gigantischen Hallen schlicht keinen Platz, denn einem Tier steht nur ein „Platz“ von einer 2/3 Din A4 Seite als „Lebensraum“ zur Verfügung. Da die Hühner am Ende ihres kurzen Lebens gut 1,5 Kilogramm wiegen, bleibt auch nicht der geringste Platz für ein einzelnes Tier, sich zu bewegen. Und das, wie in Sprötze, beispielsweise auf einer Fläche von 1600 Quadratmetern

von: Antonietta  

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