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Castor+Gorleben extra 3 gratuliert zur Laufzeit-VerlängerungMit Aktionen zur Laufzeit-Verlängerung der Atomkraftwerke war ein Fernsehteam der satirischen NDR-Sendung "extra Drei" am Donnerstag sowohl in Dannenberg als auch in Lüchow präsent. Moderator Tobias Schlegl musste sich dabei als „Atom-Fuzzy“ von vielen BürgerInnen gar arge Worte gefallen lassen.
Allerdings: Der smarte Mann, geschniegelt und gebügelt, war in Wirklichkeit Moderator Tobias Schlegl vom NDR, genau gesagt: vom Satiremagazin "extra Drei". Vor einem großen Plakat mit der Aufschrift „Atomindustrie & das Wendland – Gemeinsam in eine strahlende Zukunft“ lud er die vielen PassantInnen zu einem Glas Sekt ein, um auf die Laufzeit-Verlängerung anzustoßen. Fotomotiv: Unser schönes AtomkraftwerkDoch nahezu alle, die der Energie-Mann ans Stehtischchen bat, reagierten nicht etwa mit einem „Dankeschön“ und schon gar nicht mit einem Griff zum Glas, sondern äußerten sich, so drückte es Aufnahmeleiterin Inga Grothaer gegenüber wnet aus, „unglaublich empört“, wütend und enttäuscht über die Laufzeit-Verlängerung für Atomkraftwerke. Und wie böse wurden einige – obwohl ihnen der freundliche Mann im dunklen Anzug doch solch nette Angebote machte: Auf Wunsch wurde den BürgerInnen ihr Bekenntnis zur Atomkraft mit schwarzer und gelber Schminke in Form des Radioaktivitäts-Symbols ins Gesicht gemalt, auch bestand die Möglichkeit, sich vor einer AKW-Bildwand mit einer Sofortbild-Kamera fotografieren zu lassen, Motiv: „Ich und unser schönes Atomkraftwerk“. Und ein Atom-Ei kann doch so etwas Gesundes sein! Angesichts dieser Weisheit verteilte der eloquente Tobias Schlegl im Gewand des Atomkraft-Propagandisten rotblau und grüngelb gefärbte Eier – den Stadtfarben von Lüchow und Dannenberg entsprechend. Atommüll? Kein Problem – einfach wegwerfenGewiss, ein paar kritische Leute verwiesen auf die ungelöste Entsorgungsfrage. Aber ein guter Public-Relations-Mann weiß zu reagieren. Tobias Schlegl zeigte, dass auch der Umgang mit Atommüll gar kein Problem ist: Nahe dem Alten Rathaus hatte das TV-Team eine Pyramide aus gelben Fässern aufgebaut und diese als Atommüll-Behälter deklariert. Mit gut gezielten Ballwürfen konnte jeder, der wollte, die Fässer ins Irgendwohin befördern. Plumps – und schon waren die brisanten Gefahrgutbehälter weggerollt, verschwunden. Ja – so einfach geht das mit dem Atommüll! Ex und hopp. Warum sich Gedanken drum machen?! Gesendet werden soll der extra-Drei-Beitrag am Sonntag, dem 12. September, um 22.45 Uhr im NDR-Fernsehen. Foto: Hagen Jung / Tobias Schlegl lädt zum Gewinnspiel ein ...
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Ist das nicht schön?! Die Atomkraftwerke dürfen länger laufen, mehrere tausend Tonnen mehr Atommüll fallen an – und verschwinden womöglich im Endlager in Gorleben. Heißa! Und weil die Energieindustrie weiß, welch gute Nachricht das fürs Wendland ist, schickte sie am Donnerstag sogleich einen Repräsentanten auf den Dannenberger Wochenmarkt, um dort den atomkraftbeglückten BürgerInnen zu gratulieren.


Keine Angst vom Endlager:
http://www.youtube.com/watch?v=Ms27dQqEvrY
Endlagersuche leicht gemacht:
http://www.youtube.com/watch?v=bWcq8eTq9jE
die Vorteile von der Klimaerwärmung ;-)
http://www.youtube.com/watch?v=99yDQZ1pZ5U
von: dasRoger