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GRÜNE: Unbelehrbare Wissenschaftler von Endlagerforschung ausschließen

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Gabriele Heinen-Kljajic hat im Zusammenhang mit dem Desaster im Atommülllager Asse eine "grundlegende Auseinandersetzung von Akteuren und Institutionen der Wissenschaft mit deren eigener Rolle und deren eigenem Versagen" gefordert.

"Es ist erschreckend, wie wenig Lehren aus dem Debakel gezogen werden", sagte die Grünen-Politikerin am Montag in Hannover. Mit Verweis auf ein aktuelles Interview mit dem ehemaligen wissenschaftlichen Leiter der Asse, Professor Brewitz, sprach Heinen-Kljajic von einer "dreisten Flucht vor der Verantwortung." Wissenschaftler dieser Couleur seien offenbar ohne jede Einsicht und jedes Schuldgefühl. "Wenn sich das Land bei der Endlagerforschung stärker engagieren will, muss es dies um der Glaubwürdigkeit willen ohne Leute wie Brewitz tun", sagte die Grünen-Politikerin.

Heinen-Kljajic kritisierte die Aussagen in einem Interview der Braunschweiger Zeitung vom 26.01.2011: "Die von Professor Brewitz suggerierte Trennung zwischen Forschungsprojekten einerseits und der Endlagerung von 126.300 Fässern Atommüll andererseits ist angesichts der bisherigen Ergebnisse des Asse-Untersuchungsausschusses eine Dreistigkeit!" Über Jahrzehnte seien alle Warnungen in den Wind geschlagen und alle Störfälle ignoriert worden. "Wer sich heute – wie Brewitz - hinstellt und behauptet, bei Kontakt des Abfalls mit zufließendem Wasser sei eine Kontamination des oberflächennahen Trinkwassers bis auf weiteres nicht zu befürchten, setzt den öffentlichen Betrug fort. Fachkundige Gutachten wie die Störfallanalyse des Bundesamtes für Strahlenschutz sagen das Gegenteil."


von asb, 2011-01-31 18:39
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