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Nicht-atomare Nutzung des Salzstocks: Thermalbad unter Tage geplant

April, April. Erste Anzeichen dafür, dass nach der Atomkatastrophe von Fukushima nun auch die Endlagerdebatte neu geführt wird, wie es die Gorleben-Gegner mit Nachdruck fordern, sieht die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) in EU-weiten Stellenausschreibungen der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE). Die DBE, die vom Bund einen unkündbaren und unbefristeten Auftrag für den Bau des "Erkundungsbergwerks" hat, strebt offensichtlich eine nicht-nukleare Nutzung der Strecken und Kammern an, teilt die BI mit.

Gedacht ist bei der Ausschreibung für die Stein- und Brucharbeiten an das Auffahren eines Thermalbeckens, erfuhr die BI aus gut unterrichteten Kreisen. Damit, so vermutet BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, will die DBE ein Ergebnis des Wettbewerbs "Wir haben die besseren Ideen für den Salzstock Gorleben" aufgreifen, der von der Alten Sargtischlerei Hitzacker/Elbe im Rahmen der Kulturellen Landpartie 2010 ausgeschrieben wurde, um auch nach der Aufgabe Gorlebens als Nukleares Endlager Arbeitsplätze zu sichern.

Dieser Paradigmenwechsel der DBE behagt den Gorleben-Gegner nicht:"Solange man die Stollen, Kammern und Schächte nicht wieder verschüttet, bleibt die Begehrlichkeit, die Anlage eines Tages doch als Atommülllager oder als Sondermülldeponie zu nutzen, also muss die gesellschaftliche und geschäftliche Konstruktion eine Stiftungsakademie sein, bei der der Vorsitz bei ausgewiesenen  Atomkraftgegnern liegt."


von pm , 2011-04-01 11:49
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