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Castor+Gorleben

Gorleben: 2000 demonstrierten gegen Atomkraft

-- Aufgerufen hatte zu der Demonstration die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI).

Nach einer Schweigeminute für die Opfer der Naturkatastrophe in Japan gingen die RednerInnen mit der Atompolitik der Bundesregierung ins Gericht. BI-Vorsitzende Kerstin Rudek rief in Erinnerung, dass in jedem einzelnen Castorbehälter das Hunderfache radioaktive Inventar des absaufenden Endlagers, der Asse II, stecke: "Die gesellschaftliche Diskussion konzentriert sich auf die Stilllegung der Atomkraftwerke. Das ist wichtig, das ist richtig, aber es ist zu kurz gegriffen. Wir sagen: wer von den Sicherheitsdefiziten der Atomkraftwerke spricht, darf von den Sicherheitsdefiziten der Zwischenlager und dem Risiko eines Endlagers Gorleben nicht schweigen."

Übereinstimmend forderten die Rednerinnen der BI und der Bäuerlichen Notgemeinschaft die Absage des nächsten Castor-Transports im November und die Aufgabe des Endlagerstandorts. Lilo Wollny- Mitbegründerin der Bürgerinitiative, warnte vor Beteuerungen der Politischen Ebene in Sachen Ausstieg und Abschalten: "Die Botschaft hör ich wohl - allein mir fehlt der Glaube", zitierte die Widerstands-Seniorin aus Goethes "Faust".

"Wir wissen, dass der Wetteifer bei der Stilllegung von Atomkraftwerke für die Parteien als "Gewinner"-Thema gesehen wird, der Neustart einer Endlagersuche aber gescheut wird, weil das mit neuer politischer Aufregung einhergeht", sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Doch der GAU, das unausweichliche Absaufen der Asse II, müsse die Konsequenz haben, dass die Politik hier nicht kneift und sich endlich von Gorleben verabschiedet. "Wir starten deshalb jetzt schon mit der Mobilisierung gegen die verfahrende Atommüllpolitik und den nächsten Castor", kündigt die BI an.

Foto/s: Andreas Conradt / publixviewing


von pm / Hagen Jung , 2011-04-03 13:07
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Ich hab diese Erbsenzählerei so satt
die ich seit den 68er-Demos in Hannover vor dem "Springer"-Hochhaus kenne: Die Aktiven sagten (beispielsweise) "wir waren 3000, brave Passanten: "naja, wohl 1500", die Polizei "mutmaßlich 600 Störer". Wer Demo-Erfahrung hat, kann recht gut schätzen, und die 2000 waren nicht übertrieben.

von: T.Settembrini  

Wahrheit ist relativ ...
... je nachdem, wer welche Interessen verfolgt: die Polizei sieht grundsätzlich weniger Demonstranten - die BI eher mehr ... wer's ganz genau wissen will, dem wird wohl nichts anderes übrig bleiben als sich bei der nächsten Demo mit einem Zählgerät an den Straßenrand zu stellen ... und das klappt vermutlich auch nicht auf den Mensch genau ...

von: Eleonore Grünberg   

Wo waren 2000 Leute?
Ich habe es mir angesehen und habe keine 2000 Menschen gesehen. Ein Polizist hat mir gesagt, dass max. 1000 Leute da sind. Wer sagt denn nun die Wahrheit?

von: Paule  

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