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Kino

Preisverleihung bei den "Wendland Shorts 2011"

Grosses Kino in Salderatzen und Preisvergabe: Goldener Storch für den besten Kurzfilm UND Publikumspreis: PHILIPP KÄSSBOHRER mit »Armadingen«. Silberner Storch für den besten Filmpitch: MAX ZÄHLE mit seinem Projekt »Rotwelsch«. Silberner Storch für das beste Serienkonzept: PAUL SALISBURY und PAUL MÜLLER mit »Die Ladenhüter«.

Die Begründungen der Jury:

DER PREIS FÜR DEN BESTEN FILM DER WENDLAND SHORTS GEHT AN DEN FILM

ARMADINGEN VON PHILIPP KÄSSBOHRER

Die Jury liess sich durch die mutige, kluge und witzige Verschränkung von Weltuntergangsstory und Liebesgeschichte überzeugen. Armadingen ist eine handwerklich bezaubernd und liebevoll umgesetzte Komödie, der es gelingt, die ganz großen Themen in einem ganz kleinen Rahmen abzuhandeln, und dabei ganz menschlich zu bleiben. Der Umgang mit dem Genre empfand die Jury als herausragend originell, wobei es dem Autor gelingt, bis zum Schluss überraschende und dabei emotional berührende Pointen bereit zu halten. Die Jury versteht die Auszeichnung dieses Films auch als eine Ermutigung, dem heiklen und viel zu selten gepflegten Genre treu zu bleiben.

 

DER PREIS FÜR DEN BESTEN PITCH GEHT AN MAX ZÄHLE FÜR DAS PROJEKT »ROTWELSCH«

Der Stoff, auf den Max Zähle gestoßen ist, erscheint der Jury sehr viel versprechend. Während allerorten von Migrations- und Integrationsthemen auf globaler Ebene die Rede ist, sehen wir hier die Chance, das Fremde, Unangepasste und Unintegrierte direkt im eigenen Land zu entdecken. Die Beschäftigung mit dem Rotwelsch, der uralten Sprache der Diebe, Huren und Ausgestoßenen birgt die Chance zu einem Clash der Kulturen mitten im eigenen Land. Die Jury verspricht sich von dem Projekt eine originelle Entdeckungsreise in die Niederungen einer scheinbar vertrauten Kultur, in der sich jede Menge Überraschung, Spannung und emotionale Tiefe finden lässt.

 

DER PREIS FÜR DIE BESTE EINZELLEISTUNG WIRD VON DER JURY ZWEIMAL VERGEBEN.

Zum einen zeichnen wir den Film »Jessi« für die Leistung der Regisseurin Mariejosephin Schneider für die Entdeckung und Führung der Hauptdarstellerin Luzie Ahrens aus. Die Leistung der Darstellerin scheint uns herausragend subtil, genau und intensiv. Die Darstellung der Jessi bleibt unvergesslich.

 

Zum anderen geht der Preis für die beste Einzelleistung an das Ensemble des Films »One Shot« von Dietrich Brüggemann. Dieser Film besteht aus einem faszinierenden Teamwork, das unmittelbar auf der Leinwand sichtbar wird und die Arbeit zu einem fulminant witzigen Kommentar zu Integrationsdebatte werden lässt. Selten wurde so deutlich, wie sehr Filmemachen Teamwork ist und selten wurde dies so lustvoll zelebriert.


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von Dirk Drazewski, 2011-06-22 16:26
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