Die Zero Tipps
Tipps von zero für den Monat Oktober.
Krimi-Lesung
„Wir bieten Ihnen nach dem Erfolg bei dieser Aufgabe eine hochdotierte Tätig-keit bei der Internationalen Atomenergieagentur in Wien.“ So wird die karrierebewußte junge Wissenschaftlerin Dr. Anne Bergdorf von der Atomlobby geködert, die Protestbewegung auszuspionieren. Der Autor des Krimis, Wolf Schluchter, ist Professor für sozialwissenschaftliche Umweltfragen an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus. Er hat zahlreiche Untersuchungen über Bür-gerinitiativen, Umweltbewußtsein und Risikobewertungen durchgeführt. Der Krimi „Halma“ ist eine literarische Verarbeitung seiner Forschungen. Kurz bevor die nächsten Casto-ren im Landkreis erwartet werden, liest der Autor aus seinem Krimi und stellt sich Fragen aus dem Zuhörerkreis. Am Sonntag, dem 30. Oktober, um 17 Uhr im Literarischen Salon in der Villa Wendland, Schwarzer Weg 2, Güstritz. Die Einnahmen sind zugunsten der Bürgerinititave Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Informationen: 0 58 43 - 97 20 55.
Jam-Session
Bevor die Gitarrensaiten zu rosten beginnen, bevor das Saxophon einsam und depressiv wird, bevor die Trommelhäute spröde werden, bevor sich die Spinnen der Harfe bemächtigen, bevor der Flöte die Löcher zuwachsen, bevor uns die Novemberdepression in ihren Armen wiegt, bevor noch mehr schlechte Musik auf den Markt kommt, sind alle aktiven und/oder konsumierenden MusikliebhaberInnen eingeladen – mit oder ohne Instrument –, die Jam-Session mit Carsten Buhr im „Bücher-Bahnhof“ zu bereichern. Wer die Musik des Augenblicks genießen will, die von der einen zur anderen Sekunde vom Windhauch zum Orkan werden kann, sollte am Freitag, dem 28. Oktober, ab 19 Uhr nach Schnega-Bahnhof kommen. Informationen: 0 58 42 - 98 18 23.
Spielplatz
Doppelkopf in Platenlaase gibt es schon lange – jeweils am ersten Freitag im Monat ab 19.30 Uhr. Jetzt, mit Beginn der dunklen Jahreszeit, möchte der Kulturverein eine andere Tradition wiederaufleben lassen: einen regelmäßigen Termin für alte und neue Brettspiele!
Das Dannenberger „Spiele ohne Grenzen“, das die Abende vor Jahren organisierte, gibt es leider nicht mehr. Aber jede Wette: in vielen Schränken und Schubkästen warten ganze Stapel von viel zu selten gespielten Klassikern: „Siedler“, „Rummie“, „Bonanza“, „Hase und Igel“, „Scotland Yard“, „Carcassonne“, „Kniffel“... Und tief drinnen in jedem von uns wohnt doch noch immer eine kindliche Spiellust, die gelebt werden will. (Jemand zuhause?!) Als erster Termin böte sich Freitag, der 21. Oktober, an, da wegen der Per-Gynt-Proben kein Kino stattfinden kann. Wen es also jetzt in den (Würfel-)Fingern juckt, der melde sich – jede Idee, jede Initiative ist willkommen! Telefon: 0 58 64 - 5 58 (Büro) oder 0 58 64 - 4 90 (Peter).
Band-Projekt
Jetzt ist es soweit: Am Freitag, dem 4. November, um 21 Uhr geht’s im „Raum 2“ in Neu Tramm los. Und es war gar nicht so einfach, eine junge Band aus der Gegend an den Start zu bekommen, zumindest eine, die Lust auf Selbstorganisation hat. Aber hier ist sie: „Inflection“, das sind der Baßmann Pablo Adamkiewitz, der Schlagzeuger Bjarne Schemionek und die Gitarristin und Sängerin Ronja Kasemi. Die Band greift verschiedene Musikrichtungen auf, von Funk-Pop-Rock über Singer-Songwriter bis hin zu akustischem „Drum ‘n’ Bass“. Den gesamten Abend wird die Band mit Freunden und der „Raum2“-Crew gestalten. Nach dem Soundcheck wird erst mal die selbstgekochte Bandverpflegung verspeist, dann folgt ab 22 Uhr das eigentliche Konzert mit anschließender „Drum ‘n’ Bass“-Freestyle-Session. Zum Abschluß gibt’s dann noch Dubstep und Elektro von Kevin Kardia. Am nächsten Tag freuen sich natürlich alle aufs Kloputzen – das ist im „Raum 2“ schon immer der absolute Renner. Nach wie vor besteht im „Raum 2“ die Möglichkeit für interessierte junge Bands, den Spuren von „Inflection“ zu folgen, dazu genügt ein Blick auf die Homepage des Kulturvereins (raum2ev.org) oder eine Stippvisite zum mittwöchlichen Plenum, welches regelmäßig um 20.30 Uhr stattfindet.
Jazz, Funk, Latin
Alles, was die Musiker von „East Affair“ durch ihre Wurzeln, Reisen und Erfahrungen aufgenommen haben, verarbeiten sie zu einem unverkennbaren Klang, der die Zuhörer in seinen Bann zieht und auf eine Reise mitnimmt. Neben Einflüssen aus Balkan, Afrika und Indien verschmelzen „East Affair“ in ihren Kompositionen auch Elemente aus Jazz, Funk und Latin. Doch die Herkunft der Musiker und das Zim-balon als zentrales Instrument lassen erahnen, daß der musikalische Schwerpunkt in Osteuropa liegt. Ein Konzert von „Wendlandjazz“ am Sonnabend, dem 22. Oktober, um 20 Uhr im Gasthaus „Wiese“ in Gedelitz.
Neue Rechte
Die Wahlergebnisse gleich nebenan (Ludwigslust: 24,6, Lübtheen: 23,6 Prozent für die NPD) alarmieren. Der Autor Volker Weiß macht in seinem Buch „Deutschlands Neue Rechte“ (etwa am Beispiel Sarrazin) deutlich, „daß Inhalte, die in den letzten Jahrzehnten noch fast ausschließlich auf Seiten der äußersten Rechten diskutiert wurden, mittlerweile ... salonfähig sind.“ Rechte Ressentiments in der Mitte der Gesellschaft? Buchvorstellung am Dienstag, dem 1. November, um 19.30 Uhr im Dannenberger „Sprechzimmer“, mit anschließender Diskussion.
„erleuchtet – erloschen“
Eimo Cremer arbeitet mit industriell vorgefertigten Latten aus dem Baumarkt, die er nicht weiter verändert. Sie werden zusammengesteckt, mit Schraubzwingen zusammengefügt oder nur zusammengestellt oder -gelegt. Seine Installationen verblüffen durch ihre ebenso einfachen wie raffinierten Bauweisen. Eimo Cremer wird zusammen mit seiner Frau Ingrid, die aus der klassischen Bildhauerei kommt, auf dem Dahlenburger Marktplatz eine Groß-Montable errichten – mit Bezügen zur umgebenden Architektur. Ihr Titel „erleuchtet – erloschen“ benennt ein elektronisch gesteuertes Spiel mit Licht und Dunkelheit. Die Vernissage beginnt auf dem Marktplatz und mündet im „kunstFleck“ am Sonnabend, dem 15. Oktober, um 18 Uhr. Die Künstler sind anwesend und geben ein Interview. Die Ausstellung endet am 30. Oktober.
Himmel XXL
Seit vielen Jahren ist Corinne Douarre eine der wichtigsten Vertreterinnen des „Nouvelle Chansons“ in Deutschland. In ihrem Programm „Ciel XXL“ läßt sie ihre eigenen Lieder auf französische und deutsche Klassiker treffen. Als Pariserin in Berlin und Berlinerin in Paris reist sie durch Wortschöpfungen und Landschaften zweier Kulturen. In ihren Chansons erzählt sie von ihrem Leben in Berlin, von dem kleinen Prinzen in Prenzlauer Berg und den roten und grünen Ampelmännchen, von der Sehnsucht, ein Star zu sein und von der Schönheit des Ozeans. Im Rahmen der Lüchower Stadtpartie am Mittwoch, dem 12. Oktober, um 20 Uhr im „Wendel“.
Liebe und Tod
Sterbende sind große Lehrmeister. Aus Gesprächen und eigener Erfahrung weiß die Autorin Barbara Dobrick: Wir haben das Sterben zu lange beschönigt. Sie will helfen, das dramatische Geschehen am Lebensende besser zu verstehen. „Vom Lieben und Sterben“, eine Autorenlesung, veranstaltet vom Hospizverein, in der Stadt- und Kreisbibliothek Salzwedel am Freitag, dem 14. Oktober, um 19.30 Uhr.
Kelten-Märchen
Man sagt, zu „Samhain“, dem Dunkelheitsfest der Kelten, sei der Schleier zwischen den Welten besonders dünn. Von Wanderungen zu den Wesen der Anderswelt handeln die Märchen, die Ursel Frerichs, Renate Gratopp und Petra Kallen am Sonnabend, dem 29. Oktober, um 19.30 Uhr im Kaffeegarten „Schwedenschanze“ (Höhbeck/Brünkendorf) erzählen. Dazu gibt’s „Hexenpunsch“, Tanz am Feuer und ein Menü mit Wildpflanzen. Voranmeldung unter 0 58 46 - 3 65.
Aus dem Rahmen
Der in Buenos Aires geborene Gerardo Feldstein ist als Künstler am ehesten in der experimentellen Malerei zuhause. Er bedient sich Techniken und Materialien, die zu außergewöhnlichen Werken führen. Nicht nur die Jahre, in denen er bei dem Maler Eduardo Medici studierte, beeinflußten ihn, auch die Theaterarbeit mit Carlos Gandolfo und die Auseinandersetzung mit dem Zen-Buddhismus hinterließen Spuren.
In der Serie „Alambricos“ zeigt Feldstein Arbeiten, in denen die in klaren Linien gezeichneten Figuren das Format des Bildes verlassen (siehe Foto oben) und buchstäblich aus dem Rahmen fallen. So läßt er spannende Szenen entstehen, eingefrorene, transparente Bewegungen. Die Vernissage findet am 7. Oktober um 19 Uhr in „La Galería“ (Lüchow, Burgstraße 5) statt. Der Künstler wird anwesend sein. Öffnungszeiten: mittwochs 10 bis 13 Uhr, sonnabends 10 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung. Die Ausstellung endet am 22. Dezember.
von ZERO, 2011-10-09 19:28
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