|
|
Castor+Gorleben Gorleben: Juristischer Erfolg gegen CDU-AbgeordneteDie niedersächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel und Eckhardt Pols sind mit ihrem Versuch, durch diffamierende Äußerungen den Ruf des Berliner Endlagerexperten Dr. Ulrich Kleemann zu beschädigen, gescheitert, teilte jetzt die Rechtshilfe Gorleben mit. Gegen Grindel habe das Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung erlassen. Pols unterzeichnete nach Abmahnung durch die Anwälte Kleemanns eine Unterlassungserklärung.
Zuvor hatte sein niedersächsischer Fraktionskollege Pols nach Abmahnung durch eine von Kleemann beauftragte Kanzlei bereits eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Danach darf er nicht mehr behaupten, Kleemann sei „im Frühjahr 2010 plötzlich vom BfS-Präsidenten König entlassen worden“. Tatsächlich hatte Kleemann seine Funktion als Fachbereichsleiter im BfS nämlich selbst gekündigt, weil er nicht bereit war, den Beschluss der Bundesregierung zur Weitererkundung des Salzstockes Gorleben mitzutragen. Dazu erklärt Asta von Oppen von der Rechtshilfe Gorleben: „Anscheinend haben die Gorleben-Befürworter aus den letzten 35 Jahren nichts gelernt. Statt sich mit den Inhalten der Kleemann-Studie sachlich auseinanderzusetzen, wird offenkundig versucht, das Ansehen des Endlagerexperten durch Falschbehauptungen zu beschädigen. Dieses Muster ist uns altbekannt. Renommierte Wissenschaftler, die den Standort Gorleben in Frage stellen, wurden in den letzten dreißig Jahren immer wieder öffentlich verunglimpft und kaltgestellt. Prominente Beispiele sind die Professoren Grimmel und Duphorn.“ Dazu passt auch die Reaktion des Bundesamts für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die von Kleemann wegen ihrer mangelhaften Aufbereitung der Erkundungsergebnisse scharf kritisiert wurde. So qualifizierte der zuständige BGR-Abteilungsleiter Volkmar Bräuer die Expertise geradezu reflexartig als „zweifelhafte Studie“ ab, bevor er sie überhaupt zu Gesicht bekommen hatte. Kleemann selbst sagt: „Es ist bedauerlich, dass man sich juristisch gegen ehrabschneidende Behauptungen wehren muss, nur weil man sich kritisch zur Eignung Gorlebens geäußert hat. Bisher habe ich noch keine fachlichen Argumente gegen meine Expertise gehört. Ich halte es für dringend erforderlich, dass endlich offen fachlich-wissenschaftlich über die Geologie des Salzstocks Gorleben diskutiert werden kann, ohne diffamiert zu werden.“ (Der Beschluss des Landgerichts Berlin gegen Grindel erging am 20.12.2011 im schriftlichen Eilverfahren unter dem Az. 27 O 822/11. Gegen die Entscheidung sind Rechtsmittel möglich.) von asb, 2012-01-04 14:19 Kommentieren
mit der peitsche vom hof!
also ehrlich gesagt, mir ist das viel zu brav, was steamcracker hier schreibt. wer sich schon so oft derart disqualifiziert hat (vor allem mdb pols), den sollten wir gemeinsam mit der peitsche vom hof jagen. ein abgeordneter ist nicht dazu da, im auftrag einer partei zu diffamieren, diese sorte menschen brauchen wir hier nicht - deshalb: weg mit dem kerl! meint die eule von: nachteule
Was soll das?
Was meinen diese beiden Herren überhaupt noch am Standort Gorleben verteidigen zu müssen? Es drängt sich der Eindruck auf, sie würden noch in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts leben. Herrn Grindel und Herrn Pols seien die Erkentnisse des Asse-Untersuchungsausschusses im Niedersächsichen Landtag zur Lektüre empfohlen, anstatt Herrn Dr. Kleemann zu attackieren. Warten wir ab, was die BGR-Fachleute der Expertise von Herrn Dr. Kleemann entgegnen werden. von: steamcracker [Weniger passende Kommentare] | Veranstaltungen Xhigung Thai Xhi im Wiesenlabyrinth. Fahrradtour entlang der Castorstrecke von Dannenberg nach Gorleben. Foto-Galerie "So lang`s noch nicht zu spät ist." Partner Anzeigen ![]() |


Kleemann hat kürzlich mit einer Gorleben-kritischen Studie für Aufsehen gesorgt. In seiner Literaturrecherche im Auftrag der Rechtshilfe Gorleben kommt der Geologe und ehemalige Fachbereichsleiter im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zu dem Schluss, dass der Salzstock Gorleben nicht einmal die Mindestkriterien für ein Atomendlager erfüllt. Nach Veröffentlichung seiner Expertise wurde Kleemann von diversen CDU-Politikern durch Falschbehauptungen persönlich heftig attackiert. So verbreitete Grindel in einer Pressemitteilung, Kleemann habe das BfS verlassen, „weil er als führender Mitarbeiter der bundeseigenen Gesellschaft Asse GmbH die Probleme im dortigen Endlager nicht in den Griff bekommen“ habe. Inzwischen wurde ihm im Rahmen einer einstweiligen Verfügung vom Landgericht Berlin untersagt, diese Behauptung weiter aufzustellen.


in diesem zusammenhang möchte ich nochmals die kommentare aus einem anderen beitrag in erinnerung rufen:
"Betrifft: Stellungsnahmen von MdB Pols
Der vielleicht kürzeste Leserbrief des Jahres i d EJZ:
Ich wünsche mir für das neue Jahr, dass Herr Pols einfach mal den Mund hält, auch wenn es schwer fällt.
H Thiel, Damnatz"
diesem herzensqwunsch von frau thiel habe ich nichts aber auch gar nichts hinzuzufügen !
von: nachteule
"Mindestens so lange,
bis er weiß, wovon er redet (hätte hinzugefügt werden können). Und so einer will sich im Bundestag für Kinder-rechte einsetzen?!
von: Rennschnecke
von: nachteule