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Wissen wie es war - 20 Jahre Einsicht in Stasi-Akten

Die Schweriner Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) und die Stadtbibliothek Schwerin laden am 28.Januar 2012 um 15.00 Uhr zu einem Podiumsgespräch zum Thema „Wissen wie es war - 20 Jahre Einsicht in die Stasi-Akten. Die Akten sind offen!“ in den Perzina-Saal der Stadtbibliothek ein.

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen DDR war geheimer Nachrichtendienst, politische Geheimpolizei und Untersuchungsorgan zugleich.

Wer ins Visier des MfS geriet, war einem Apparat ausgeliefert, der über alle nur denkbaren Mittel und Methoden verfügte, um auch bis in den letzten Winkel des Privatlebens vorzudringen. Auch das in der Verfassung verbürgte Postgeheimnis war kein Tabu für die Stasi.

Das MfS stützte sich bei seiner Informationserhebung neben offiziellen Quellen vor allem auf Inoffizielle Mitarbeiter (IM). Die Informationen wurden akribisch in Akten festgehalten, die mutige Bürgerinnen und Bürger im Herbst 1989 vor der Vernichtung bewahrten.

Mit dem Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) wurde ein spezielles Zugangsrecht zu diesen Akten geschaffen, das die Akteneinsicht auf dieser Basis seit 20 Jahren ermöglicht.

Viele Antragsteller lesen seither, wie die Stasi ihr Leben „begleitet“ und beeinflusst hat, erfahren, wer als Spitzel tätig war. Manche entdecken bei der Akteneinsicht in den vorgelegten Unterlagen Kopien von  Postsendungen oder Originale, die nie ankamen.

Vielen wurde es erst so möglich, ihre Rehabilitierung und Wiedergutmachung für erlittenes Unrecht zu erlangen.

20 Jahre Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen sind willkommener Anlass, auf diese Zeit zurückzublicken und ein Resümee zu ziehen.

Zeitzeugen, die im Januar 1992 zu den ersten Akteneinsichtsnehmenden in der BStU-Außenstelle Schwerin gehörten, berichten von ihren Erinnerungen, Gefühlen und Erfahrungen. Gäste sind Heiko Lietz (Schwerin) und Ulrich Schacht (Schweden). Moderiert wird das Podiumsgespräch durch die Pressesprecherin des BStU Dagmar Hovestädt.

Im Rahmenprogramm werden „Zeitreise-Beiträge“ des NDR von damals gezeigt; zur Verfügung gestellt vom NDR, Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern.

Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, Anträge auf Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen zu stellen. Interessenten werden gebeten, einen gültigen Personalausweis mit zu bringen.

Der Eintritt ist frei.

Termin : Samstag, 28. Januar 2012, 15:00 Uhr

Ort: Stadtbibliothek Schwerin
Perzina-Saal
Wismarsche Straße 144

19053 Schwerin

 

Weitere Informationen und Veranstaltungen unter www.bstu.de


von pm, 2012-01-12 22:40
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