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Dezember  1999/ Januar 2000

Mitten im Leben
 


Wer nicht lebt, kann auch nicht sterben, heißt es. Und glaubt man den Traueranzeigen in Tageszeitungen, dann stirbt in Deutschland wirklich niemand. Statt dessen wird von uns gegangen, entschlafen, der eine wird erlöst, die andere heimgeholt. Wer aber heimgeholt wird, der war bis dahin in der Fremde, in Feindesland. Karl-Heinz Farni über den Umgang mit dem Tod und ein großes Projekt, mit dem das Tabu-Thema Tod in einem Gesamtkunstwerk ins Wendland gebracht werden soll.

 

Gesellschaft für unbegründeten Wohlstand
Von Herrn Paul.

Leserbrief

Der Anfang vom Neuanfang
 


Helmut Koch war bei der "Stunkparade" in Berlin dabei

 
 
  editorial       

Liebe zero-Leser,

endlich ist es soweit: Gerhard Schröder fordert Solidarität! Allerdings nicht in der Gesellschaft, sondern von seiner Partei, und zwar für sich und seine Politik. Noch beeindruckender aber ist, mit welchen Worten er das tut: "Der Kampf wir gegen uns muß beendet werden. Er muß umgemünzt werden in: Wir gegen die anderen." Das hat er schön gesagt. Treffender kann man seine Politik nun wirklich nicht beschreiben.

Auch sonst beschäftigen wir uns in diesem Heft mit Sprache. Christa Tornow Kneebone bedauert, daß ihr nur zwei Anreden zur Verfügung stehen; sie bräuchte mindestens sechs, um die unterschiedlichen Beziehungen zu anderen Menschen angemessen zum Ausdruck zu bringen ("Die Spärlichkeit der Sprache"). Und Karl-Heinz Farni hat sich entschieden, immer weniger auf die scheinbaren Inhalte öffentlicher Sprache zu hören, sondern mehr auf die Reaktionen seines Körpers ("Die Ehrlichkeit der Sprache"). Außerdem stellen wir ein Projekt ("Mitten im Leben") vor, das von April bis Oktober 2002 das Thema Tod - in einem Gesamtkunstwerk von allen Seiten beleuchtet - ins Wendland bringen soll.

Gute Tage,
frohe Weihnachten
und einen guten Rutsch

wünscht Ihnen

das zeroteam

 

 


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Die Ehrlichkeit der Sprache
 

Es ist unmodern, offen und einfach zu sagen, was man wirklich will. Verbalkosmetik und Funktionsdiktion sind auf dem Vormarsch. Öffentliche Sprache wird vermehrt von professionellen Wort-Designern hergestellt, zielt ganz bewußt aufs Unbewußte. Karl-Heinz Farni hört kaum noch auf den Inhalt, sondern auf den eigenen Körper. Der spürt, was hinter der Wortschminke lauert.
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Kino: "Little Tony"

CD: "Knorkator:
Hasenchartbreaker
"

Rezept: Lockmittel!